Andrea H. Schneider-Braunberger, Michael Bermejo

Das goldene Netzwerk / The golden Network

Veröffentlichungsdatum:
11. Oktober 2019
Auflage:
1. Auflage
Seiten:
336
ISBN:
978-3-95542-361-2
Format:
Hardcover

20,00 

Vorrätig

Die vorliegende Studie geht der Frage nach, welche Rolle die „Deutsche Gesellschaft für Goldschmiedekunst“ in der Zeit des Nationalsozialismus spielte. Der Impuls zur Aufarbeitung der NS-Geschichte für den heute unter dem Namen „Gesellschaft für Goldschmiedekunst“ geführten Verein kam aus der Weigerung eines international renommierten Goldschmieds im Jahr 2016, die Auszeichnung mit einem Ehrenring anzunehmen unter Hinweis darauf, dass einige der Ehrenringträger während der NS-Zeit enge Beziehungen zur NS-Führungsriege unterhalten haben. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die nur rudimentäre Eigenüberlieferung an historischen Unterlagen, die Fehlannahme des Vereins selbst, eine Neugründung nach dem Zweiten Weltkrieg zu sein, sowie fehlende finanzielle Mittel einerseits und mangelndes wissenschaftliches Interesse andererseits eine professionelle Aufarbeitung der Geschichte des Vereins stets verhindert. Auf diesem Wege gerieten auch wesentliche Informationen des Vereins in Vergessenheit. Nun aber war die „Gesellschaft für Goldschmiedekunst“ aufgefordert, sich ihrer „braunen Vergangenheit“ zu stellen und diese aufzuarbeiten, so dass die Lücken nun wieder geschlossen werden können. Für den Historiker ist die hieraus entstandene Studie ein Fallbeispiel, das die Verknüpfungen von Partikular-, Vereins- und Parteiinteressen in ganz besonderem Maße in Erscheinung treten lässt.

The present study analyzes the role played by the Deutsche Gesellschaft für Goldschmiedekunst (“German Society of Artistic Goldsmithery”) during the period of National Socialism. For the “Gesellschaft für Goldschmiedekunst”, as the association is called today, the impetus to confront and come to terms with National Socialist history arose from the refusal of an internationally renowned goldsmith to accept a distinction with a ring of honor, with an allusion to the circumstance that some of the ring of honor-wearers during the NS period maintained close relations to the NS leadership. Up until the time of this refusal, 2016, professional reappraisal of the society’s history had been hindered by the rudimentary state of the society’s own records, its erroneous assumption that it had been a postwar start-up, combined with absent financial resources, on the one hand, and deficient scientific interest, on the other. The result of this was that essential information about the organization fell into oblivion.4 Now, though, the “Gesellschaft für Goldschmiedekunst” was called upon to face up to its “fascist past” and come to terms with it, so that the gaps can be filled in again. For the historian, the study that resulted from this is a case example that brings to light the nexuses of individual, society, and party interests to a wholly particular extent. The protagonists of this study succeeded in building up a “golden” network for their purposes.

 

Andrea H. Schneider-Braunberger

studierte Geschichte an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main und promovierte 1996. Seit 1996 ist sie Geschäftsführerin der Gesellschaft für Unternehmensgeschichte e.V., Frankfurt am Main und konzipierte und betreute weit über 100 Forschungsprojekte zu unternehmenshistorischen Themen.

Michael Bermejo

studierte Musikpädagogik, Psychologie und anschließend Mittlere und Neuere Geschichte an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Er war unter anderem für die Frankfurter Historische Kommission, das Archiv des Studienkreises Deutscher Widerstand 1933-1945 oder das Historische Institut der Deutschen Bank tätig. Seit 2000 arbeitet er als Forschungsbeauftragter für die Gesellschaft für Unternehmensgeschichte in Frankfurt am Main.

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