»Nie gefragt – nie erzählt« Buchvorstellung und Lesung mit Hans Riebsamen, Rafael Herlich und Barbara Bišický-Ehrlich

Viele Holocaust-Überlebende haben oft lange geschwiegen. Sie wollten ihre Kinder nicht belasten, die Kinder ihrerseits wollten die Eltern schonen. Hans Riebsamen hat sich auf die Spuren des Traumas begeben, das Holocaust-Überlebende und ihren Nachfahren zugefügt wurde. Wie hat sich das Trauma auf die Töchter, Söhne und Enkel von überlebenden Familien ausgewirkt? Wie haben sie versucht, das Trauma zu verarbeiten oder sich davon zu emanzipieren? Die Töchter, Söhne und Enkel von ca. 40 Familien erzählen im Buch, wie das Trauma sich auf sie ausgewirkt hat, und über ihre Versuche, es zu verarbeiten oder sich davon zu emanzipieren.

An dem Abend in sanctclara berichtet der ehemalige FAZ-Redakteur Hans Riebsamen von seinen Interviews. Rafael Herlich erzählt von seiner eigenen Geschichte als Kind eines Holocaust-Überlebenden. Barbara Bišický-Ehrlich, selbst Enkelin einer Holocaust-Überlebenden, liest Texte aus dem Buch.

Diese besondere Veranstaltung geschieht in Kooperation mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Rhein-Neckar. Sie steht im Zusammenhang mit der Mannheimer Reihe: „8. Mai 1945 | 2025 – Erinnern für die Zukunft“

An diesem Abend wird auch die Ausstellung „Jüdisches Leben in Deutschland heute“ mit Fotografien von Rafael Herlich eröffnet.

  • Dienstag, 13. Mai 2025
  • ab 19:00 Uhr
  • sanctclara, B 5,19 in 68159 Mannheim